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Die Kurven von Hockenheim
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| Ein weiterer Höhepunkt folgte im Juli. Das Formel-1 Rennen auf dem Hockenheimring war angesagt. Mit dabei waren Päde, der gesamte "von Bülow-Clan" und der Schreiber dieses Schreibens. |
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| Päde hatten im voraus alles wunderbar organisiert und so musste natürlich einer (ich) auf der Felge gehen und am Abfahrtstag für Verwirrung sorgen. Nur soviel: Geographie war noch nie mein Spitzenfach und dass die Schwarzwälder sogar eine Autobahn gehn Norden haben, wusste ich nun wirklich nicht. Man traf sich also neu in Mülligen. Unglaublich was sich alles in Pädes Auto unterbringen liess. Ein Auszug: Ein Kühlschrank, eine Festbankgarnitur, ein kompletter Grill, drei Zelte, persönliches Gepäck, fünf Nasen und vieles, vieles mehr. Ohne grössere Staus erreichten wir am Donnerstag das Städtchen Hockenheim und unseren Campingplatz. Neben Horden von Deutschen machten wir es uns bequem, oder versuchten es zumindest. Denn zuerst mussten die Zelte aufgestellt werden und das war in Anbetracht fehlender Aufbauanleitungen, fehlendem Gestänge und durch Ablenkung unserer freundlichen deutschen Nachbarn nicht ganz einfach. |
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| Roli, Matthy und ich schafften unser erstes Zelt in rekordverdächtigen 1.15.........Stunden. Somit waren wir mit allem nach so zirka drei Stunden eingerichtet. Es folgte ein "ruhiger" Abend (abgesehen vom Schumi-Raketenserienfeuer und der Schumi-Fanlieder bis in den frühen Morgen). |
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| Unser Campingplatz war eigentlich nicht schlecht gelegen, er beinhaltete sogar einen Trimm-Dich Pfad. Denn um an die Rennstrecke zu gelangen war ein kleiner Fussmarsch durch deutsche Wälder angesagt. Das ist aber wirklich positiv gemeint, denn der gesamte Ring ist sehr gut erschlossen. |
| Am Freitag waren die freien Trainings angesagt. Bei angenehmen Temperaturen verfolgten wir die Rennmaschinen in verschiedenen Kategorien. (Formel 1, Formel 3, Formel 3000 und Porsche-Cup). Am Freitagabend war’s schon bedeutend ruhiger auf dem Platz. Einige hatten ihr Pulver wohl bereits verschossen. |
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| Am Samstag lief es ähnlich ab: laufen -- sitzen -- gucken -- mal was trinken wieder gucken heimlaufen. Und am Sonntag stieg dann das ultimative Rennen. Unsere Sitzplätze im Motodrom waren übrigens ausgezeichnet und bei allen Rennen behielten wir, nicht nur dank des ausgezeichneten Boxenradios von SWR3, den Überblick. Ich muss festhalten, dass die "kleine Klassen" genau soviel oder sogar noch mehr für den Zuschauer bieten als die Formel 1. Insbesondere der Porsche-Cup ist hochspannend, denn dort wird noch bewusst mit Blechberührung gefahren. Aber eben, die Formel 1 ist und bleibt natürlich die Königsklasse. Dass Schuuuuuuuumi gewann war fast allen klar, aber wir freuten uns ganz speziell über den einen Punkt für das Sauber-Team (Heidfeld auf der 6). |
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| Noch etwas zur Kleiderordnung am Ring: - Bei den roten Schumi-Fans sind ca. 95% Mitläufer, die würden auch die Hyundai-Fahne schwenken wenn Schumi bei denen führe. - Die Silbernen (McLaren Mercedes) sind fast nicht mehr zu finden. - Die Blau-Weissen (Williams-BMW) haben Achtungserfolge in der Mützenquote (wegen Schumi II). - Die Grünen (Jaguar) sind die absoluten Deppen am Ring (wobei ich fast aus Mitleid eine solche Mütze gekauft hätte). - Die Orangen (Arrows) sind wohl bald pleite => Wertsteigerung der Mützen? - Die Gelben und weissen Hondas? kawummm, Motorschaden, aus und weg.. - Und von meinen Geheimfavorit Toyota kann man nicht einmal eine Mütze kaufen. So bleiben die Grün-blauen (Sauber-Team) das Mass aller Dinge. Diese Fans sind ehrlich, treu, freundlich, wohlgewogen und in jeder Situation objektiv |
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| Aber jetzt wirklich im Ernst folgendes: Die Stimmung an diesem Wochenende war top. Es war ein tolles Fest. Ich kann jedem (auch nicht Motorsport-Fan) empfehlen, einmal ein solches Rennwochenende mitzuerleben. Die Fans und speziell die Camper sind ein lustiges Völkchen, bleiben friedlich und geniessen das Wochenende am Ring. |